Klinik Landstraße
Daten und Fakten
| Geburten pro Jahr | 1421 |
| Dammschnitt (Episiotomierate) bei natürlichen Geburten | 16 % |
| Kaiserschnittrate | 33.4 % |
| Anteil geplante (primäre) Kaiserschnitte | 53.7 % |
| Anteil ungeplante (sekundäre) Kaiserschnitte | 46.3 % |
| Rückenmarksnarkose (Peridural-/Spinalanästhesierate) bei Kaiserschnitt | 78.3 % |
| Aus welchen fest angestellten Berufsgruppen besteht Ihr Team neben Ärztinnen und Ärzten, Pflegepersonal und Hebammen? | verfügbar |
|---|---|
| Psychologinnen und Psychologen | Verfügbar |
| Physiotherapeutinnen und Psychotherapeuten | Verfügbar |
| Diätologinnen und Diätologen | Verfügbar |
| Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter | Verfügbar |
| Angebot | verfügbar | kostenfrei |
|---|---|---|
| Schwangerschaftsgymnastik | Verfügbar | Kostenpflichtig |
| Geburtsvorbereitungskurse | Verfügbar | Kostenpflichtig |
| Psychologische / Psychosomatische Ambulanz bzw. Beratung | Verfügbar | Kostenfrei |
| Akupunktur | Verfügbar | Kostenfrei |
| Einzelgespräch mit Hebammen | Nicht verfügbar |
| Wie sind diese standardmäßig ausgestattet? | verfügbar |
|---|---|
| Gebärhocker | Verfügbar |
| Geburtsrad | Nicht verfügbar |
| Pezzi-Ball | Verfügbar |
| Sprossenwand | Nicht verfügbar |
| eigene Nasseinheit / WC | Nicht verfügbar |
| Angebot | verfügbar |
|---|---|
| Ist an Ihrer Abteilung eine hebammengeleitete Geburt möglich? | Nicht verfügbar |
| Ist an Ihrer Abteilung eine Wahlhebammengeburt möglich? | Nicht verfügbar |
| Ist rund um die Uhr ein/e NeonatologIn vor Ort? | Verfügbar |
| Ist eine Peridural- bzw. Spinalanästhesie jederzeit möglich? | Verfügbar |
| Angebot | verfügbar | kostenfrei |
|---|---|---|
| Klinische Untersuchung des Neugeborenen | Verfügbar | Kostenfrei |
| Hüftultraschall | Nicht verfügbar | |
| Hörtest | Verfügbar | Kostenfrei |
| Laserbehandlung bei wunden Brustwarzen | Verfügbar | Kostenfrei |
| Sozialberatung | Verfügbar | Kostenfrei |
| Stillberatung | Verfügbar | Kostenfrei |
| Ernährungsberatung | Verfügbar | Kostenfrei |
| Psychologische Betreuung bei postpartalen Problemen | Verfügbar | Kostenfrei |
| Wochenbettgymnastik | Verfügbar | Kostenfrei |
| Rückbildungsgymnastik | Verfügbar | Kostenfrei |
| Stillgruppe | Nicht verfügbar | |
| Babyturnen | Nicht verfügbar | |
| Babymassage | Nicht verfügbar |
| Allgemeinklasse | |
|---|---|
| Ein- oder Zwei-Bett-Zimmer | 3 |
| Drei- oder Vier-Bett-Zimmer | 7 |
| Fünf oder mehr Betten | 0 |
| Sonderklasse | |
|---|---|
| Ein-Bett-Zimmer | 1 |
| Zwei-Bett-Zimmer | 3 |
Beschreiben Sie bitte die geburtshilfliche Philosophie Ihrer Abteilung.
„Man muss in der Geburtshilfe viel wissen, um wenig zu tun.“
Professor Dr. Dr. Willibald Pschyrembel (1901 – 1987)
Frauen zu unterstützen, ihr Kind selbstbestimmt zu gebären – in einem sicheren klinischen Umfeld, das ist unser Ziel. Wir begleiten Sie beim Übergang von der Paarbeziehung zur Familie, wir heißen Geschwisterkinder auf der Welt willkommen und freuen uns, in diesem wichtigen Moment so wenig Unterstützung wie möglich und so viel Hilfe wie nötig, geben zu können.
Unser Hauptanliegen ist, individuell auf Bedürfnisse der von uns betreuten Familien einzugehen und dies mit medizinischem Know-how und menschlichem Gespür zu vereinen.
Beschreiben Sie bitte möglichst aus Sicht der Frau, wie eine problemlose Geburt an Ihrer Abteilung abläuft.
Im Geburtszimmer angekommen, werden Sie von Ihrer Hebamme gemeinsam mit Ihrer Begleitperson bestmöglich bei der Geburtsarbeit unterstützt. Je nach Situation und Ihren Bedürfnissen halten wir uns entweder im Hintergrund oder unterstützen Sie aktiv.
Wehen und Geburtsschmerz können hinsichtlich Art und Intensität individuell sehr unterschiedlich sein. Nur die Betroffenen selbst können während der Geburt zusammen mit den begleitenden Hebammen und Ärzt*innen über die passende Schmerzbewältigung entscheiden und urteilen. Kontinuierliche Begleitung durch unsere erfahrenen Hebammen, Bewegung, Berührung und Massagen sind Maßnahmen, die eine Schmerzerleichterung unter der Geburt bewirken. Sollten diese nicht ausreichen, stehen uns verschiedene Stufen der Schmerzmedikation bis hin zur PDA („Kreuzstich“) durch rund um die Uhr anwesende Anästhesist*innen zur Verfügung. Wir versuchen auch beim Thema Schmerz so wenig wie möglich und nur so viel wie nötig in den Geburtsprozess einzugreifen. Eine Geburt ist ein überwältigendes Erlebnis und wir möchten Frauen ermöglichen, gut auf die Geburtserfahrung zurückblicken zu können.
Nach der Geburt Ihres Kindes legen wir sehr großen Wert auf den Hautkontakt zwischen Mutter und Kind (so genanntes Bonding, früher Beziehungsaufbau) und helfen Ihnen beim ersten Anlegen, wenn Sie stillen möchten.
Etwa zwei bis drei Stunden nach der Geburt werden Sie auf unserer Wochenbettstation weiter betreut, wo Sie gemeinsam mit Ihrem Kind auf ein Zimmer kommen (24 Stunden Rooming-In). Nach Verfügbarkeit bieten wir auch Familienzimmer an. Wenn Sie eine ambulante Geburt haben möchten, können Sie die Klink Landstraße 5 Stunden nach der Geburt verlassen.
Wie ist der Umgang Ihrer Abteilung mit dem Thema Wunsch-Kaiserschnitt?
Will eine Frau einen Wunsch-Kaiserschnitt wird, wie in den Spitälern Wiens üblich, zuerst ein ausführliches Gespräch mit der Frau geführt. Dabei verfolgen wir das Ziel, zuerst ihre Beweggründe nachzuvollziehen und ihr nach Möglichkeit die Ängste und Sorgen hinsichtlich des Geburtsvorgangs zu nehmen.
Im Gespräch klären wir die Frau, wie gesetzlich verlangt auch über Ablauf, Risiken, Alternativen sowie mögliche Folgen auf.
Wie ist die Einbindung der Begleitperson während des Geburtsprozesses (auch bei Kaiserschnitt) organisiert?
Die Begleitperson spielt eine wichtige Rolle im Geburtsverlauf– egal, ob das der Vater des Kindes, Partner*in, Schwester, Freundin oder Mutter der Gebärenden ist. Wir sind uns bewusst, dass eine anwesende Vertrauensperson den Geburtsvorgang in vielen Belangen erleichtern kann und zeigen gerne Unterstützungsmöglichkeiten.
In unserem Geburtenbereich freuen wir uns daher über jede – aber bitte nur eine – Begleitperson, ein Wechsel der Begleitperson ist nicht möglich. Wir ersuchen Sie, in Ihrem Interesse, diese Regel einzuhalten. Bitte nehmen Sie für die Begleitperson Getränke und Snacks mit.
Abgesehen von Notfallsituationen ist ein Beisein einer Begleitperson Tag und Nacht möglich.
Inwieweit kann die Frau die Gebärposition auswählen?
Die Wahl einer selbstbestimmten Geburtsposition unterstützen wir natürlich. In den Kreiszimmern stehen beispielsweise Gebärhocker und Pezzi-Ball zur Verfügung, es gibt auch eine Gebärwanne.
Beschreiben Sie bitte, wie der Umgang mit Schmerzen gehandhabt wird.
Wehen und Geburtsschmerz können hinsichtlich Art und Intensität individuell sehr unterschiedlich sein. Nur die Betroffenen selbst können während der Geburt zusammen mit den begleitenden Hebammen und Ärzt*innen über die passende Schmerzbewältigung entscheiden und urteilen. Kontinuierliche Begleitung durch unsere erfahrenen Hebammen, Bewegung, Berührung und Massagen sind Maßnahmen, die eine Schmerzerleichterung unter der Geburt bewirken. Sollten diese nicht ausreichen, stehen uns verschiedene Stufen der Schmerzmedikation bis hin zur PDA („Kreuzstich“) durch rund um die Uhr anwesende Anästhesist*innen zur Verfügung.
Wir versuchen auch beim Thema Schmerz so wenig wie möglich und nur so viel wie nötig in den Geburtsprozess einzugreifen.
Wie wird dem "Wohlfühlfaktor" während der Geburt Rechnung getragen?
Sich unter der Geburt wohlzufühlen, trägt viel zu einem guten Verlauf bei. Während der Geburt können wir Folgendes anbieten:
- Dusche/Badewanne
- Musikanlage
- Aromalampe/Duftöle
- Massageöl
- gedämpftes Licht
Wie steht Ihre Abteilung zur Anwendung von komplementärmedizinischen Methoden (Akupunktur, Homöopathie, Aromatherapie, etc.)?
Folgende Methoden werden an unserer Abteilung angeboten:
- Akupunktur zur Geburtsvorbereitung
- Aromatherapie
Wie wird an Ihrer Abteilung das Bonding (Beziehungsaufbau) nach Spontangeburt bzw. nach Kaiserschnitt unterstützt?
Um die Beziehung zwischen Eltern und Kind nach der Geburt optimal zu fördern und dem Neugeborenen Geborgenheit zu schenken, legen wir großen Wert auf das Bonding. Unmittelbar nach der Geburt wird das Neugeborene nackt auf die Brust der Mutter gelegt und verbleibt dort während der ganzen Zeit im Kreiszimmer. Sowohl Bonding, als auch frühes Stillen fördern die Beziehung von Eltern und Kind. Sollte das Bonding der Mutter nicht möglich sein, kann auch die*der Partner*in Haut-auf-Haut-Kontakt zum Baby aufnehmen.
In der Klinik Landstraße ist das Bonding – wenn es Mutter und Kind gut geht und es die personellen Ressourcen erlauben – auch nach einem Kaiserschnitt möglich. Dabei unterstützt Ihre Hebamme Sie und Ihre Begleitperson.
Welche Unterstützung gibt es an Ihrer Abteilung für Frauen, denen es während oder nach der Geburt psychisch oder sozial nicht gut geht?
Für Frauen, denen es in der Schwangerschaft und nach der Geburt seelisch nicht so gut geht, steht zu ihrer Unterstützung eine klinische Psychologin oder ein klinischer Psychologe zur Verfügung. Bei uns wissen generell alle Berufsgruppen gut Bescheid, wie sie mit sozialen und seelischen Belastungen umgehen sollen. In der Klinik Landstraße sind psychische Gesundheit und soziale Herausforderungen bereits beim Gespräch zu Anmeldung zur Geburt Thema. Unsere klinischen Psycholog*innen unterstützen Familien bereits während der Schwangerschaft individuell, um sehr frühzeitig für eine unterstützende Basis zu sorgen und Vorbereitungen auch für die Zeit nach der Geburt zu treffen.
Wie steht Ihre Abteilung zur Inanspruchnahme von Rooming in?
Rooming-In bedeutet bei uns, dass Sie Ihr Baby rund um die Uhr bei sich im Zimmer haben und wir es nur in begründeten medizinischen Ausnahmefällen mit ins Kinderzimmer nehmen. So können Sie ihr Kind von der ersten Stunde an gut kennen lernen und die Versorgung des Neugeborenen – mit unserer Unterstützung, falls erwünscht oder notwendig – selbst übernehmen. Dies bereitet Sie optimal auf die erste Zeit zuhause vor und wirkt sich positiv auf die Stillbeziehung aus.
Rooming-In bedeutet bei uns auch, dass ein zweiter Elternteil und Geschwisterkinder von Anfang an in die Betreuung des Babys einbezogen werden. Deshalb gelten für Partner*innen erweiterte Besuchszeiten, zusätzlich bieten wir Partner*innen die Möglichkeit, in einem unserer Familienzimmer (nach Verfügbarkeit) mit aufgenommen zu werden.
Welchen Zugang hat Ihre Abteilung zum Thema Stillen?
Stillen stimuliert die Sinne – alle 5! Der Säugling riecht, schmeckt, hört, fühlt dabei seine Mutter und baut damit eine einzigartige, innige Beziehung zu ihr auf. Es ist uns ein Anliegen, diese so wichtige erste Bindung zu fördern, deshalb bieten wir Ihnen gerne professionelle Unterstützung beim Stillen an. Unser Team steht Ihnen unterstützend bei allen Fragen und Problemen zur Seite!
Wenn Stillen für Sie nicht möglich ist oder Sie nicht stillen möchten, begleiten wir Sie auf Ihrem Weg und versorgen Sie mit allen nötigen Informationen.
Falls Ihr Baby auf der Neugeborenen-Intensivstation (Neonatologie) betreut werden muss, unterstützen wir Sie in Zusammenarbeit mit dem Personal der neonatologischen Station bei den nötigen Maßnahmen zur Milchbildung und -gewinnung, bis Ihr Baby selbstständig an der Brust trinken kann.
Inwieweit wird an Ihrer Abteilung auf kulturelle Wünsche/Anforderungen eingegangen?
Nach Maßgabe der Möglichkeiten versuchen wir, auf kulturelle Wünsche einzugehen. Wir bitten jedoch auch um Verständnis, dass dies nicht immer möglich ist. Voraussetzung für ein gutes Zusammenspiel von Eltern und dem geburtshilflichen Team ist gegenseitiger Respekt und Toleranz. Um im Vorfeld und nach der Geburt Fragen und Wünschen besprechen zu können, gibt es die Möglichkeit von Video-Dolmetsch.
Wie geht Ihre Abteilung mit dem Thema Fremdsprachlichkeit um?
In den Kliniken des Wiener Gesundheitsverbundes gibt es ein sehr breites Angebot von Video-Dolmetsch in verschiedensten Sprachen.
Wie steht Ihre Abteilung zur ambulanten Geburt bzw. zur frühen ("vorzeitigen") Entlassung?
Eine Ambulante Geburt verbindet für viele Frauen die Sicherheit der Klinik für die Geburt und das vertraute Zuhause für das Wochenbett. Daher ist in der Klinik Landstraße eine ambulante Geburt, das heißt einer frühen oder vorzeitigen Entlassung, natürlich möglich. Wenn keine medizinischen Gründe dagegensprechen, können Sie und Ihr Baby bereits 5 Stunden nach der Geburt im Rahmen einer ambulanten Geburt nachhause gehen und in die Ruhe Ihrer eigenen vier Wände zurückkehren.
Wenn Sie eine ambulante Geburt planen, kümmern Sie sich bitte rechtzeitig während der Schwangerschaft um eine Hebamme, die Sie zuhause weiter betreut und unterstützt, und um eine*n Kinderärzt*in.