Allgemeines Krankenhaus

Daten und Fakten

Geburten pro Jahr 2458
Dammschnitt (Episiotomierate) bei natürlichen Geburten 15%
Kaiserschnittrate 52%
Anteil geplante (primäre) Kaiserschnitte 60%
Anteil ungeplante (sekundäre) Kaiserschnitte 40%
Rückenmarksnarkose (Peridural-/Spinalanästhesierate) bei Kaiserschnitt 90%
(Jahr 2015)
Aus welchen fest angestellten Berufsgruppen besteht Ihr Team neben Ärztinnen und Ärzten, Pflegepersonal und Hebammen? verfügbar
Psychologinnen und Psychologen
Physiotherapeutinnen und Psychotherapeuten
Diätologinnen und Diätologen
Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter
Angebote für werdende Mütter
Angebot verfügbar kostenfrei
Schwangerschaftsgymnastik
Geburtsvorbereitungskurse
Psychologische / Psychosomatische Ambulanz bzw. Beratung
Akupunktur
Homöopathie
Einzelgespräch mit Hebammen
Wieviele Geburtszimmer gibt es?: 7
Wie sind diese standardmäßig ausgestattet? verfügbar
Gebärhocker
Geburtsrad
Pezzi-Ball
Sprossenwand
eigene Nasseinheit / WC
Anzahl der Gebärwannen:2
Betreuung ab Schwangerschaftswoche:12
Angebot verfügbar
Ist an Ihrer Abteilung eine hebammengeleitete Geburt möglich?
Ist an Ihrer Abteilung eine Wahlhebammengeburt möglich?
Ist rund um die Uhr ein/e NeonatologIn vor Ort?
Ist eine Peridural- bzw. Spinalanästhesie jederzeit möglich?
Angebote für Mütter und Neugeborene
Angebot verfügbar kostenfrei
Klinische Untersuchung des Neugeborenen
Hüftultraschall
Hörtest
Laserbehandlung bei wunden Brustwarzen
Sozialberatung
Stillberatung
Ernährungsberatung
psychologische Betreuung bei postpartalen Problemen
Wochenbettgymnastik
Rückbildungsgymnastik
Stillgruppe
Babyturnen
Babymassage
Anzahl der Familienräume: 4
Anzahl der Wöchnerinnen Zimmer
Allgemeinklasse
Ein- oder Zwei-Bett-Zimmer 18
Drei- oder Vier-Bett-Zimmer 0
Fünf oder mehr Betten 0
Sonderklasse
Ein-Bett-Zimmer 4
Zwei-Bett-Zimmer 4
routinemäßige Entlassung nach einer Spontangeburt in Tagen3
routinemäßige Entlassung nach einem Kaiserschnitt in Tagen4

1. Beschreiben Sie bitte die geburtshilfliche Philosophie Ihrer Abteilung.

Die Aufgaben der Medizinischen Universität Wien sind Forschung, Lehre und Spitzenmedizin. Dementsprechend konzentrieren wir uns auf schwierige bzw. komplizierte Schwangerschaften, wie z.B. Mehrlingsschwangerschaften, vorzeitiger Blasensprung/drohende Frühgeburt; Schwangere mit Zusatzerkrankungen wie Diabetes, Präeklampsie, abnorme Plazentalokalisation, Eizellspende, etc.

2. Beschreiben Sie bitte möglichst aus Sicht der Frau, wie eine problemlose Geburt an Ihrer Abteilung abläuft.

Die schwangere Frau kommt mit spontanen Wehen und entbindet entweder nur mit einer Hebamme oder mit Hebamme und Ärztin bzw. Arzt. Dabei ist sehr oft auch der Partner oder eine andere Bezugsperson anwesend. Da wir doch überwiegend Patientinnen mit schwierigen Geburten betreuen, verwenden wir häufig zur Schmerzlinderung einen Kreuzstich (PDA). Sehr selten muss ein Dammschnitt gemacht werden.

3. Wie ist der Umgang Ihrer Abteilung mit dem Thema Wunsch-Kaiserschnitt?

Wir führen zunächst ein ausführliches Gespräch mit der Frau über die Hintergründe des Wunsches nach einem Kaiserschnitt.
Bei jungen Patientinnen, bei denen Angst vor Schmerzen die Hauptmotivation ist, versuchen wir diese mit dem Angebot eines Kreuzstiches (PDA) zu einer Spontangeburt zu motivieren.

4. Wie ist die Einbindung der Begleitperson während des Geburtprozesses (auch bei Kaiserschnitt) organisiert?

In 80-90% der Entbindungen sind die jeweiligen Partner oder eine andere Begleitperson anwesend. Dies ist bei uns auch bei einer Geburt mittels Kaiserschnitt möglich.

5. Inwieweit kann die Frau die Gebärposition auswählen?

Die Frau kann selbstbestimmt ihre Gebärposition wählen. Die anwesende Hebamme unterstützt sie dabei.

6. Beschreiben Sie bitte, wie der Umgang mit Schmerzen gehandhabt wird.

Damit die Frauen die Geburtsschmerzen besser bewältigen können, unterstützen wir sie durch ein Entspannungsbad, sowie durch die medizinischen Möglichkeiten wie zum Beispiel die Verabreichung von Nalbuphin und PDA.

7. Wie wird dem "Wohlfühlfaktor" während der Geburt Rechnung getragen?

Dem Wohlfühlfaktor bei der Geburt versuchen wir durch diverse Maßnahmen gerecht zu werden, wie zum Beispiel ein Entspannungsbad. Weiters wissen wir um die Wichtigkeit der Anwesenheit eines Partners oder einer Vertrauensperson.

8. Wie steht Ihre Abteilung zur Anwendung von komplementärmedizinischen Methoden (Akupunktur, Homöopathie, Aromatherapie, ect.)?

Unsere Hebammen sind in Homöopathie geschult. Daher können wir sowohl den Schwangeren als auch den Gebärenden den Einsatz von homöopathischen Methoden anbieten.

9. Wie wird an Ihrer Abteilung das Bonding (Beziehungsaufbau) nach Spontangeburt bzw. nach Kaiserschnitt unterstützt?

Wir unterstützen den möglichst frühen Mutter-Kind-Kontakt (Bonding) sehr. Dies erfolgt bei natürlicher Geburt unmittelbar. Aber auch beim Kaiserschnitt wird dies noch während des operativen Eingriffes ermöglicht.

10. Welche Unterstützung gibt es an Ihrer Abteilung für Frauen, denen es während oder nach der Geburt psychisch oder sozial nicht gut geht?

Wenn die Frau psychische oder soziale Unterstützung benötigt, so verfügen wir über 4 klinische Psychologinnen. Aber auch das ärztliche und Hebammenpersonal wird den Frauen unterstützend zur Seite stehen.

11. Wie steht Ihre Abteilung zur Inanspruchnahme von Rooming in?

Rooming in ist eine sehr wichtige Maßnahme um das Bonding weiter zu unterstützen. Wenn medizinisch nichts dagegen spricht, versuchen wir dies standardmäßig umzusetzen.

12. Welchen Zugang hat Ihre Abteilung zum Thema Stillen?

Wir wissen um die nachhaltige wichtige Wirkung von Stillen und setzen daher alles daran, die Mütter darin zu unterstützen.

13. Inwieweit wird an Ihrer Abteilung auf kulturelle Wünsche/Anforderungen eingegangen?

Unsere Patientinnen kommen aus allen Erdteilen und Kulturen, wir versuchen, auf die unterschiedlichsten kulturellen Anforderungen einzugehen.

14. Wie geht Ihre Abteilung mit dem Thema Fremdsprachlichkeit um?

Bei Sprachbarrieren managen wir die Verständigung mit Hilfe von professionellen Dolmetscherinnen und Dolmetschern, sowie mit Kolleginnen und Kollegen/Hebammen mit Fremdsprachenkenntnissen.

15. Wie steht Ihre Abteilung zur ambulanten Geburt bzw. zur frühen ("vorzeitigen") Entlassung?

Eine ambulante Geburt (vorzeitige Entlassung) nach Untersuchung des Kindes durch eine Kinderärztin oder einen Kinderarzt und der Mutter durch eine Geburtshelferin oder einen Geburtshelfer ist prinzipiell möglich.