Eine Schwangerschaft und die Stillzeit sind besondere Phasen in Ihrem Leben.
Damit Ihr Baby in dieser Zeit gut wachsen und gesund bleiben kann, gibt es eine klare Empfehlung:
Verzichten Sie in der Schwangerschaft und Stillzeit gänzlich auf Alkohol.
Alkohol in der Schwangerschaft
Alkohol ist ein Zellgift. Das bedeutet, er kann Zellen zerstören und die Entwicklung Ihres Babys stören. Wenn Sie Alkohol trinken, gelangt dieser über die Plazenta (Mutterkuchen) und die Nabelschnur direkt zu Ihrem Baby. Die Organe des Babys sind noch nicht fertig entwickelt. Darum bleibt der Alkohol länger im Körper des Babys und kann dort Schaden anrichten.
Wichtig: Auch kleine Mengen Alkohol können gefährlich sein. Es gibt keine Menge, die sicher ist.
Was kann mit dem Baby passieren?
Alkohol in der Schwangerschaft kann zu verschiedenen Problemen führen:
Folgen für den Körper des Babys:
- Das Baby kann zu wenig wiegen.
- Wichtige Organe wie Herz oder Nieren können geschädigt sein.
- Das Gesicht kann anders geformt sein.
Spätere Folgen:
- Das Kind kann oft unruhig sein oder schnell wütend werden.
- Es kann Schwierigkeiten mit der Konzentration haben.
- Es kann Schwierigkeiten beim Lernen und im Verhalten haben.
Diese Probleme können nicht geheilt werden – aber sie können weitgehend verhindert werden!
Was Sie tun können:
Wenn Sie schwanger sind, vermuten, schwanger zu sein, oder planen, schwanger zu werden:
- Trinken Sie keinen Alkohol – nicht einmal selten oder nur ein bisschen.
- Vermeiden Sie Alkohol in jeder Form, also auch in Speisen oder Süßigkeiten.
- Bitten Sie andere um Unterstützung. Zum Beispiel, indem in Ihrer Nähe niemand Alkohol trinkt.
Fällt es Ihnen schwer oder gelingt es Ihnen nicht, auf Alkohol zu verzichten?
Holen Sie sich Unterstützung! Mit Beratung und Begleitung gelingt es einfacher als allein.
Alkohol in der Stillzeit
Wenn Sie stillen und Alkohol trinken, gelangt der Alkohol über die Muttermilch zu Ihrem Baby. Auch das kann gefährlich sein.
Mögliche Folgen für Ihr Baby:
- Ihr Baby kann schlechter schlafen oder unruhiger sein.
- Es kann Bauchschmerzen bekommen.
- Ihr Körper kann weniger Muttermilch produzieren.
- Das Stillen kann schwieriger sein.
- Ihre Bindung zum Baby kann leiden.
Unsere klare Empfehlung: Verzichten Sie auf Alkohol, wenn Sie stillen.
Familie, Freund*innen und Kolleg*innen können helfen:
Nicht nur Schwangere und Stillende sind gefragt. Alle im Umfeld können mithelfen, das Baby vor und nach der Geburt zu schützen. Zum Beispiel:
- Keinen Alkohol trinken, wenn Schwangere oder Stillende in der Nähe sind.
- Alkoholfreie Getränke anbieten.
- Ein einfaches „Nein, danke“ zu Alkohol akzeptieren.
Sie haben Fragen oder brauchen Unterstützung?
Wenn Sie in der Schwangerschaft oder Stillzeit Alkohol trinken und Schwierigkeiten haben, darauf zu verzichten, sprechen Sie bitte mit einer Fachperson darüber. Zum Beispiel mit:
- Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt
- Ihrer Hebamme
- einer Geburtshelferin oder einem Geburtshelfer
- einer Beratungsstelle (Regionales Kompetenzzentrum, CONTACT für Schwangere und Eltern)
Es ist wichtig, dass andere Personen früh Bescheid wissen. So können Sie und Ihr Baby die beste Unterstützung bekommen. Zögern Sie nicht, selbst darüber zu sprechen. Warten Sie nicht, bis jemand fragt.
Hier bekommen Sie Beratung und Informationen:
Österreichische Dialogwoche Alkohol
CONTACT für Schwangere und Eltern
Noch mehr Informationen zum Thema Alkohol finden Sie in diesen kostenlosen Broschüren:
Eine Auszeit für Ihr Baby – Information zu Alkohol und Rauchen für werdende Mütter & Eltern