Probleme & Erkrankungen

Leichte Beschwerden sind in der Schwangerschaft völlig normal. Manchmal kommt es bei Schwangeren aber auch zu Problemen und Erkrankungen, die behandelt werden müssen.

Das tut Ihnen gut:

  • Lagern Sie oft Ihre Beine hoch und vermeiden Sie langes Stehen und Sitzen.
  • Bewegen Sie sich viel, aber überanstrengen Sie sich nicht.
  • Trinken Sie viel, am besten Wasser, Früchtetee.
  • Tragen Sie Stütz-Strümpfe, diese helfen gegen Krampfadern.

Schwangerschafts-Diabetes (Zuckerkrankheit)

Schwangerschafts-Diabetes ist eine besondere Form der Zuckerkrankheit.
Bei dieser Erkrankung befindet sich im Blut zu viel Zucker. Die meisten Frauen bemerken einen Schwangerschafts-Diabetes nicht selbst. Der Mutter-Kind-Pass schreibt aber in der 24. bis 27. Schwangerschaftswoche eine Blut-Untersuchung (oraler Glukose-Toleranz-Test) vor, die eine Erkrankung aufzeigt.

Wenn Sie an Schwangerschafts-Diabetes leiden, ist eine genaue Beratung in einem auf Diabetes spezialisierten Zentrum (Krankenhaus) ganz wichtig! Nach der Geburt vergeht diese Form der Zuckerkrankheit von selbst. Sie müssen dann auch keine Medikamente mehr nehmen.
Schwangerschafts-Diabetes kann für Sie und Ihr Kind gefährlich werden, wenn er nicht behandelt wird! Besprechen Sie alle Ihre Fragen mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, und lesen Sie hier weitere Informationen:

KH Rudolfstiftung: Allgemeine Diabetesambulanz & Spezialambulanz Gestationsdiabetes
Ambulanzzeiten: Montag – Freitag 08:00-13:00 Uhr
Anmeldung: Telephonisch ab 13:00 Uhr
Telefon:  +43 1 711 65 – 2112 und 2110

AKH Wien – Klinische Abteilung für Endokrinologie & Stoffwechselerkrankungen
Ambulanzzeiten Gestationsdiabetes
Dienstag 08:00 – 12:00 Uhr
Donnerstag 08:00 – 12:00 Uhr
Telefon:+43 1 404 00-60950
Tel. Terminvereinbarung MO-FR: 13:00 – 14:00 Uhr

KH KFJ – 1. Medizinische Abteilung
Ambulanzzeiten:
Montag 07:30-11:00 Uhr
Mittwoch 07:30-11:00 Uhr
Donnerstag 07:30-11:00 Uhr
Freitag 07:30-11:00 Uhr
Anmeldung: Anmeldung über gynäkologische Ambulanz erforderlich
Telefon: +43 1 601 91-2121

Wilhelminen-Spital – Gestationsdiabetesambulanz
Ambulanzzeiten:
Montag 11:00-13:00 Uhr
Anmeldung: nur gegen Voranmeldung
Telefon: +43 1 491 50 – 2510
Fax: +43 1 491 50 – 2509

KH Hietzing – Allgemeine Diabetesambulanz der 3. Med.
Schwangeren Ambulanz
Anmeldung: telefonische Terminvereinbarung Montag bis Freitag 11-15 Uhr
Telefon: +43 1 801 10-2356

Infektionen

Schwangere Frauen haben ein höheres Risiko für Entzündungen im Bereich der Harnwege und der Scheide. Gehen Sie sofort zu Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn Ihnen folgendes auffällt:

  • Brennender Schmerz beim Harnlassen
  • Verfärbung des Harns
  • Fieber
  • Juckender Ausfluss
  • Gerötete, brennende Schleimhaut

Infektionen können für Sie und Ihr Baby gefährlich werden, wenn sie nicht behandelt werden. Besprechen Sie daher alle Ihre Fragen mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, und lesen Sie hier weitere Informationen:

Schilddrüsen-Erkrankungen

Die Schilddrüse produziert wichtige Hormone für den menschlichen Körper. In der Schwangerschaft arbeitet sie anders als sonst. Zu Problemen kann es kommen, wenn

  • die Schilddrüse zu wenige Hormone produziert (Unterfunktion). Dann ist die Behandlung mit Hormon-Tabletten notwendig. Das ist für das Baby völlig ungefährlich. Es ist für die Entwicklung ihres Babys sogar besonders wichtig, sodass Ihre Ärztin oder Ihr Arzt die Dosis der Hormon-Tabletten meistens sogar erhöhen muss.
  • die Schilddrüse zu viele Hormone produziert (Überfunktion). Frauen mit einer Überfunktion der Schilddrüse sollten schon vor einer geplanten Schwangerschaft Medikamente gegen die Überfunktion nehmen. Bei einer Schilddrüsenüberfunktion ist eine Betreuung während der Schwangerschaft in einem spezialisierten Zentrum notwendig.
  • die Schilddrüse stark vergrößert ist. Die Ursache ist meist ein Mangel an Jod; dagegen helfen Medikamente. Manchmal bilden sich in der Schilddrüse auch Knoten, die fast immer gutartig sind.

Schilddrüsen-Erkrankungen können für Sie und Ihr Baby gefährlich werden, wenn sie nicht behandelt werden. Besprechen Sie daher alle Ihre Fragen mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, und lesen Sie hier weitere Informationen:

KH Hietzing: Institut für Nuklearmedzin inkl. Ambulanz – Schilddrüsenambulanz für Schwangere sowie mit Kinderwunsch
Telefon:+43 1 801 10 – 2552
Ambulanzzeiten:
Freitag 09:00-12:00 Uhr
Anmeldung:
Montag bis Freitag von 12:00 bis 14:00 Uhr

Toxoplasmose in der Schwangerschaft

Toxoplasmose ist eine Infektion mit Parasiten, die normalerweise ganz harmlos verläuft. Die meisten Menschen wissen gar nicht, dass sie infiziert sind, und viele entwickeln Antikörper gegen Toxoplasmose. Nur wenn sich Frauen in der Schwangerschaft zum ersten Mal anstecken, kann das gefährlich werden: Es kann zu Fehlgeburten oder Missbildungen beim Kind kommen. Bei einer Blut-Untersuchung wird daher das Risiko für Toxoplasmose festgestellt.Die Infektion passiert meist über Katzenkot oder rohes Fleisch.

Das sollten Sie in der Schwangerschaft vermeiden:

  • Essen Sie kein rohes Fleisch wie Beef Tartare, Rohschinken etc.
  • Essen Sie nur gut durchgegartes Fleisch.
  • Achten Sie auf gründliche Hygiene in der Küche. Waschen Sie nach der Zubereitung von rohem Fleisch Ihre Hände, aber auch Messer, Schneidebretter, Gefäße und Arbeitsflächen.
  • Sie haben Katzen in Ihrem Haushalt? Die Reinigung des Katzenklos sollte am besten jemand anderer übernehmen. Ist das nicht möglich, benutzen Sie Handschuhe und waschen Sie sich danach gründlich die Hände.
  • Das Katzenklo sollte abseits der Wohnräume aufgestellt und etwas feucht gehalten werden, um ein Aufwirbeln von Kot-Teilchen zu vermeiden.
  • Bei Arbeiten im Garten sollten Sie Schutz-Handschuhe tragen, um Kontakt mit Katzenkot zu verhindern.

Toxoplasmose kann für Sie und Ihr Baby gefährlich werden, wenn sie nicht behandelt wird. Besprechen Sie daher alle Ihre Fragen mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, und lesen Sie hier weitere Informationen:

AKH Wien – Universitätsklinik für Frauenheilkunde:
Taxoplasmose-Labor und Nachsorgeambulanz (Überweisung durch Klinische Abteilung für Geburtshilfe und feto-maternale Medizin notwendig!)

 

Präeklampsie (Schwangerschafts-bedingter Blut-Hochdruck)

Bei etwa jeder 10. Frau kommt es in der Schwangerschaft zu einer Präeklampsie. Dabei ist der Blutdruck erhöht und der Körper scheidet mit dem Harn zuviel Eiweiß aus. Diabetes, starkes Übergewicht, Autoimmun-Erkrankungen und Blut-Hochdruck schon vor der Schwangerschaft erhöhen das Risiko für eine Präeklampsie. Die Organe der Frau werden nicht mehr gut genug durchblutet, und so kann es auch zu einer schlechten Versorgung der Plazenta (Mutterkuchen) kommen. Das kann zu Wachstums-Störungen beim Baby führen.

Präeklampsie macht sich vor allem durch einen hohen „unteren“ Blutdruck-Wert und durch Wasser-Ansammlung im Körper (Ödeme) bemerkbar. Ödeme an Armen und Beinen sind meist harmlos, im Bauch können sie aber Anzeichen für eine Präeklampsie sein. Sie sollten sich dann dringend untersuchen lassen!

Wenn Sie an Präeklampsie erkrankt sind, müssen Sie regelmäßig zu Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt gehen. Jetzt ist gute Betreuung besonders wichtig!

Präeklampsie kann für Sie und Ihr Baby gefährlich werden, wenn sie nicht behandelt wird. Besprechen Sie daher alle Ihre Fragen mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, und lesen Sie hier weitere Informationen:

Hyperemesis gravidarum (Unstillbares Schwangerschafts-Erbrechen)

Übelkeit in der Schwangerschaft, vor allem am Anfang, ist völlig normal. Wenn Sie sich aber mehr als 5 Mal pro Tag erbrechen müssen, und wenn Sie kaum Nahrung und Getränke behalten können, spricht man von unstillbarem Erbrechen (Hyperemesis gravidarum). Mit Medikamenten kann man diesen Zustand gut behandeln. Im schlimmsten Fall sind Infusionen notwendig.Unstillbares Schwangerschafts-Erbrechen kann für Sie und Ihr Baby gefährlich werden, wenn es nicht behandelt wird. Besprechen Sie daher alle Ihre Fragen mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, und lesen Sie hier weitere Informationen:

Schwangerschafts-Anämie

Unter Anämie versteht man einen Mangel an roten Blutkörperchen. Die Ursache dafür sind meist zu wenig Eisen und Nährstoffe im Blut. Bei schwangeren Frauen kommt das häufig vor, aber diese Mängel lassen sich leicht ausgleichen.So können Sie mit gesunder Ernährung vorbeugen:

  • Essen Sie Nahrungsmittel, die besonders viel Eisen enthalten:
    Rindfleisch, Vollkorn-Produkte, Eier, getrocknete Früchte.
  • Essen Sie Nahrungsmittel, die viel Vitamin C enthalten:
    Fisch, rohes Gemüse, Erdäpfel, Zitrusfrüchte.
  • Essen Sie Nahrungsmittel, die Folsäure enthalten:
    Bohnen, Haferflocken, Pilze, Brokkoli, Rindfleisch, Spargel.
  • Vermeiden Sie Alkohol und Nikotin.
  • Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt über Nahrungs-Ergänzung:
    Mit Ergänzungsmitteln, die Eisen, Folsäure und Vitamine enthalten, kann man einen Mangel an diesen Stoffen schnell beheben.

Schwangerschafts-Anämie kann für Sie und Ihr Baby gefährlich werden, wenn sie nicht behandelt wird. Besprechen Sie daher alle Ihre Fragen mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, und lesen Sie hier weitere Informationen:

Eisenmangel

Der Körper braucht Eisen, um rote Blutkörperchen zu bilden. Einen Mangel an diesen roten Blutkörperchen nennt man Anämie. In der Schwangerschaft kommt dies häufig vor, weil Mutter und Kind besonders viel Eisen benötigen. Anzeichen für einen Eisenmangel sind vor allem

  • Kopfschmerzen
  • Müdigkeit und Antriebslosigkeit
  • Schlafstörungen
  • Haarausfall

So können Sie Eisenmangel vorbeugen oder ausgleichen:

  • Essen Sie Nahrungsmittel, die besonders viel Eisen enthalten:
    Rindfleisch, Vollkorn-Produkte, Eier, getrocknete Früchte.
  • Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt über zusätzliche Eisen-Einnahme durch Nahrungsergänzungs-Mittel.
  • Vitamin C erleichtert die Aufnahme von Eisen aus Gemüse und Getreide.

Essen Sie daher Nahrungsmittel mit viel Eisen gemeinsam mit Gemüse und Obst, das viel Vitamin C enthält. Das sind zum Beispiel Brokkoli, Fenchel und Beeren.

  • Vermeiden Sie Kaffee und schwarzen Tee. Diese Getränke können die Aufnahme von Eisen verringern.

Eisenmangel kann für Sie und Ihr Baby gefährlich werden, wenn er nicht behandelt wird. Besprechen Sie daher alle Ihre Fragen mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, und lesen Sie hier weitere Informationen:

Vorzeitige Wehen

Wenn Sie vor der 36. Schwangerschafts-Woche Wehen bekommen, müssen Sie dringend zu einer Untersuchung gehen. Denn durch die Wehen kann sich der Muttermund öffnen und es kann zu einer Fehlgeburt oder zu einer Frühgeburt kommen.Es gibt viele unterschiedliche Gründe für vorzeitige Wehen. Die Ärztin oder der Arzt muss daher bei jeder Schwangerschaft neu entscheiden, was in welchem Fall zu tun ist. Wenn es irgendwie möglich ist, versucht man die Schwangerschaft so lang wie möglich zu erhalten. Aber die Ärztin oder der Arzt muss immer auch die Vorteile, die Nachteile und die Gefahren für Mutter und Kind abschätzen.

Vorzeitige Wehen können für Sie und Ihr Baby gefährlich werden! Besprechen Sie daher alle Ihre Fragen mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, und lesen Sie hier weitere Informationen:

Masern in der Schwangerschaft

Stecken sich Frauen in der Schwangerschaft mit Masern an, kann es zu einer Frühgeburt oder einer Fehlgeburt kommen. Absoluten Schutz gibt es nur durch Masern-Impfung vor der Schwangerschaft. Während der Schwangerschaft ist eine Impfung nicht mehr möglich.Wenn Sie nicht geimpft sind, vermeiden Sie in der Schwangerschaft und auch im ersten Lebensjahr des Babys Kontakt mit Masern-Erkrankten.

Erste Anzeichen für eine Masern-Infektion sind:

  • Schnupfen
  • Augen-Entzündungen
  • Bronchitis
  • Kopfschmerzen und Übelkeit
  • Fieber
  • Weiße Flecken auf der Mund-Schleimhaut

Wenn Sie in der Schwangerschaft an Masern erkranken, müssen Sie regelmäßig zu Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Jetzt ist gute Betreuung besonders wichtig!

Masern können für Sie und Ihr Baby gefährlich werden, wenn sie nicht behandelt werden. Besprechen Sie daher alle Ihre Fragen mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, und lesen Sie hier weitere Informationen:

Röteln in der Schwangerschaft

Erkranken Schwangere an Röteln, ist die Gefahr von Missbildungen beim Baby vor allem zu Beginn der Schwangerschaft sehr hoch. In den ersten 12 Schwangerschafts-Wochen entwickeln sich beim Kind die inneren Organe, die durch Röteln geschädigt werden können. In den folgenden 4 Wochen kommt es bei einer Infektion oft zu einer Schädigung des Gehörs. Mit der Dauer der Schwangerschaft sinkt das Risiko von Schäden durch Röteln für das Kind.Wenn Sie in der Schwangerschaft an Röteln erkranken, müssen Sie regelmäßig zu Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Jetzt ist gute Betreuung besonders wichtig!

Röteln können für Sie und Ihr Baby gefährlich werden, wenn sie nicht behandelt werden. Besprechen Sie daher alle Ihre Fragen mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, und lesen Sie hier weitere Informationen:

Risiko: Blutgruppen

Wenn die Blutgruppen von Mutter und Kind nicht zusammenpassen, spricht man von einer Rhesus-Unverträglichkeit. Dies kommt vor allem dann vor, wenn der Rhesusfaktor der Mutter negativ und der Rhesusfaktor des Kindes positiv ist. Selten gibt es auch eine Unverträglichkeit zwischen der Blutgruppe Null der Mutter und einem Baby mit Blutgruppe A, B oder AB.Ihre Ärztin oder Ihr Arzt stellt eine Unverträglichkeit mit einer Blut-Untersuchung zu Beginn der Schwangerschaft fest. Das schreibt der Mutter-Kind-Pass vor.

Man kann eine Unverträglichkeit von Rhesusfaktor oder Blutgruppe gut und sicher behandeln: Zwei Injektionen für die Mutter verhindern Probleme für das Baby.

Unverträglichkeit von Rhesusfaktor oder Blutgruppe kann für Ihr Baby gefährlich werden, wenn sie nicht behandelt wird. Besprechen Sie daher alle Ihre Fragen mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, und lesen Sie hier weitere Informationen: