SMZ Ost – Donauspital

Daten und Fakten

Geburten pro Jahr 2295
Dammschnitt (Episiotomierate) bei natürlichen Geburten 27.5%
Kaiserschnittrate 19.2%
Anteil geplante (primäre) Kaiserschnitte 41.1%
Anteil ungeplante (sekundäre) Kaiserschnitte 58.9%
Rückenmarksnarkose (Peridural-/Spinalanästhesierate) bei Kaiserschnitt 85.2%
(Jahr 2015)
Aus welchen fest angestellten Berufsgruppen besteht Ihr Team neben Ärztinnen und Ärzten, Pflegepersonal und Hebammen? verfügbar
Psychologinnen und Psychologen
Physiotherapeutinnen und Psychotherapeuten
Diätologinnen und Diätologen
Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter
Angebote für werdende Mütter
Angebot verfügbar kostenfrei
Schwangerschaftsgymnastik
Geburtsvorbereitungskurse
Psychologische / Psychosomatische Ambulanz bzw. Beratung
Akupunktur
Homöopathie
Einzelgespräch mit Hebammen
Wieviele Geburtszimmer gibt es?: 5
Wie sind diese standardmäßig ausgestattet? verfügbar
Gebärhocker
Geburtsrad
Pezzi-Ball
Sprossenwand
eigene Nasseinheit / WC
Anzahl der Gebärwannen:1
Betreuung ab Schwangerschaftswoche:24
Angebot verfügbar
Ist an Ihrer Abteilung eine hebammengeleitete Geburt möglich?
Ist an Ihrer Abteilung eine Wahlhebammengeburt möglich?
Ist rund um die Uhr ein/e NeonatologIn vor Ort?
Ist eine Peridural- bzw. Spinalanästhesie jederzeit möglich?
Angebote für Mütter und Neugeborene
Angebot verfügbar kostenfrei
Klinische Untersuchung des Neugeborenen
Hüftultraschall
Hörtest
Laserbehandlung bei wunden Brustwarzen
Sozialberatung
Stillberatung
Ernährungsberatung
Psychologische Betreuung bei postpartalen Problemen
Wochenbettgymnastik
Rückbildungsgymnastik
Stillgruppe
Babyturnen
Babymassage
Anzahl der Familienräume: 0
Anzahl der Wöchnerinnen Zimmer
Allgemeinklasse
Ein- oder Zwei-Bett-Zimmer 8
Drei- oder Vier-Bett-Zimmer 5
Fünf oder mehr Betten 0
Sonderklasse
Ein-Bett-Zimmer 2
Zwei-Bett-Zimmer 6
routinemäßige Entlassung nach einer Spontangeburt in Tagen3
routinemäßige Entlassung nach einem Kaiserschnitt in Tagen5

1. Beschreiben Sie bitte die geburtshilfliche Philosophie Ihrer Abteilung.

Wir sehen die Geburtshilfe als Spiegel der gesellschaftlichen Entwicklung. Unkomplizierte Schwangerschaften und Geburten werden von sicherlich zunehmenden risikoreichen Schwangerschaften und Geburten unterschieden.
Die Devise ist eine individuelle, risikoadaptierte Betreuung.
Als Perinatalzentrum bieten wir normale Geburten bei Beckenendlagen, Zwillingen und Frühgeburten an. Die Ressourcen des Hauses sowohl in personeller als auch in apparativer Hinsicht ermöglichen diese Vorgangsweise. Kaiserschnitte auf Wunsch werden in unserem Haus nicht durchgeführt.
Oberstes Ziel ist eine gesunde Mutter und ein gesundes Kind. Der Weg zur Zielerreichung unterscheidet uns von vielen anderen Abteilungen, da wir nicht die Erfahrung gemacht haben, dass die Schnittentbindung das sicherste Mittel für Mutter und Kind ist.

Des Weiteren sind wir als Perinatalzentrum Anlaufstelle für Risikoschwangerschaften und -geburten.

Der dritte Schwerpunkt der Abteilung ist die Betreuung von Kindern mit angeborenen oder erworbenen Auffälligkeiten, die nach der Geburt eine spezielle Versorgung durch andere Abteilungen (wie z.B. Neonatologie, Kinderchirurgie, Neurochirurgie, Kiefer- und Gesichtschirurgie,…) benötigen.

Als Zentrum betreuen wir konsiliarmäßig auch Frauen mit schweren Grunderkrankungen während Schwangerschaft und Geburt.

2. Beschreiben Sie bitte möglichst aus Sicht der Frau, wie eine problemlose Geburt an Ihrer Abteilung abläuft.

Die Aufnahme zur Geburt erfolgt idealerweise bei einer Muttermundsweite von 3-5 cm und regelmäßiger Wehentätigkeit. Nach Sicherstellung, dass es der werdenden Mutter und dem Baby gut geht, soll die Frau so entspannt wie möglich aktiv zur Geburt des Kindes beitragen. Badewanne, Pezziball und Gebärhocker stehen zur Verfügung und werden auch genützt. Ätherische Öle, Akupunktur und Homöopathie helfen bei der Schmerzerleichterung.

Wir versuchen bei normalen Verläufen eine angenehme Atmosphäre für die Gebärende zu schaffen.

Grundsätzlich sehen wir die Geburt als natürlichen Vorgang und wollen diesen nicht als krankhaft bewerten.

3. Wie ist der Umgang Ihrer Abteilung mit dem Thema Wunsch-Kaiserschnitt?

Ein sogenannter „Wunsch-Kaiserschnitt“ wird bei uns nicht durchgeführt. Bei relativen Kaiserschnittindikationen führen wie ausführliche Aufklärungsgespräche und betreuen die Frauen individuell.

4. Wie ist die Einbindung der Begleitperson während des Geburtprozesses (auch bei Kaiserschnitt) organisiert?

Eine Begleitperson kann während des gesamten Geburtsverlaufes und auch noch danach an der Seite der werdenden Mutter bleiben.
Beim Kaiserschnitt sind aus Gründen der Sterilität, der Hygiene und der räumlichen Gegebenheiten keine Begleitpersonen erlaubt.

5. Inwieweit kann die Frau die Gebärposition auswählen?

Bei jeder normal verlaufenden Geburt kann die Frau Position und Ort frei wählen. (Wasser, Hocker, …). Auch streben wir die Beckenendlagengeburt im Vierfüßerstand an.

6. Beschreiben Sie bitte, wie der Umgang mit Schmerzen gehandhabt wird.

Wenn notwendig stehen in unserem Haus alle gängigen Schmerzmittel und auch die PDA („Kreuzstich“) zu jeder Tag- und Nachtzeit zur Verfügung.

7. Wie wird dem "Wohlfühlfaktor" während der Geburt Rechnung getragen?

Die Geburt ist ein elementares Erlebnis. Jede Frau kann, soweit es medizinisch vertretbar ist, diese selbst mitgestalten. Umso mehr sich eine Frau mit der Geburt im Vorfeld befasst, desto besser wird sie wissen, was ihr gut tut.

8. Wie steht Ihre Abteilung zur Anwendung von komplementärmedizinischen Methoden (Akupunktur, Homöopathie, Aromatherapie, ect.)?

Komplementärmedizinische Angebote stehen zur Verfügung und werden von vielen Frauen als sehr hilfreich empfunden.

9. Wie wird an Ihrer Abteilung das Bonding (Beziehungsaufbau) nach Spontangeburt bzw. nach Kaiserschnitt unterstützt?

Die Unterstützung der frühen Mutter-Kind-Beziehung ist uns ein großes Anliegen. Wir wissen um die wichtige Bedeutung der frühen Bindung („bonding“) für die weitere Entwicklung des Kindes. Deshalb unterstützen unser Hebammen und Kinderkrankenschwestern bzw. –pfleger die jungen Eltern beim Beziehungsaufbau aktiv.

10. Welche Unterstützung gibt es an Ihrer Abteilung für Frauen, denen es während oder nach der Geburt psychisch oder sozial nicht gut geht?

Für die seelische Unterstützung in dieser herausfordernden Zeit steht immer vormittags eine klinische Psychologin zur Verfügung. Wir sind aber auch froh darüber, dass wir für sozial belastete Frauen täglich eine darauf spezialisierte Sozialarbeiterin oder ein Sozialarbeiter vor Ort haben.

11. Wie steht Ihre Abteilung zur Inanspruchnahme von Rooming in?

Rooming in stehen wir sehr positiv gegenüber und wird von vielen Müttern gerne angenommen. Wir haben jedoch auch Verständnis dafür, dass die Mutter nach den Anstrengungen einer normalen Geburt das Baby kurz im Kinderzimmer lassen möchte, um sich besser erholen zu können.

12. Welchen Zugang hat Ihre Abteilung zum Thema Stillen?

Wir haben einen sehr positiven Zugang zum Thema Stillen und fördern dies aktiv und intensiv. Bei der Versorgung von Frühgeborenen mit Muttermilch orientieren wir uns an wissenschaftlichen Erkenntnissen.

13. Inwieweit wird an Ihrer Abteilung auf kulturelle Wünsche/Anforderungen eingegangen?

Soweit es unser organisatorischer Ablauf erlaubt, gehen wir auf kulturelle Wünsche ein. Voraussetzung für ein harmonisches Zusammenspiel der Eltern und des geburtshilflichen Teams ist gegenseitiger Respekt und Toleranz.

14. Wie geht Ihre Abteilung mit dem Thema Fremdsprachlichkeit um?

Auch wenn wir die Möglichkeit einer türkischsprachigen professionellen Dolmetscherin haben, steht diese nicht rund um die Uhr zur Verfügung. Bei medizinisch wichtigen Fragestellungen organisieren wir Dolmetscherinnen oder Dolmetscher bzw. mehrsprachiges Krankenhauspersonal von anderen Abteilungen.

15. Wie steht Ihre Abteilung zur ambulanten Geburt bzw. zur frühen ("vorzeitigen") Entlassung?

Soweit eine nachbetreuende Hebamme vorhanden ist, stehen wir der Möglichkeit einer ambulanten Geburt positiv gegenüber.